Als Baptisten werden die Mitglieder einer Familie von christlichen Freikirchen bezeichnet, zu deren besonderen Merkmalen die ausschließliche Praxis der Gläubigentaufe gehört. Sie entstammen einer evangelikalen Tradition, der sich die meisten Baptisten auch heute verpflichtet wissen. Die Bezeichnung Baptisten ist abgeleitet vom griechischen baptizein, was untertauchen und im übertragenen Sinne taufen bedeutet. Hiervon wiederum leiten sich die englischen Begriffe to baptize (Taufen) baptism (Taufe) und Baptist (Täufer, Johannes der Täufer, auf Englisch John the Baptist) ab.
Die Baptisten gehören zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG). Diese Glaubensgemeinschaft gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Die Wurzeln der Baptisten im Nordwesten Deutschlands reichen in die Anfänge des deutschen Baptismus zurück. Johann Gerhard Oncken, der Begründer der deutschen und kontinentaleuropäischen Baptisten legte durch seine zahlreichen Besuche in Ostfriesland, Oldenburg und Bremen den Grundstein für die ersten Gemeindegründungen in diesem Raum.
Die erste deutsche Baptistengemeinde wurde 1834 von dem Kaufmann Johann Gerhard Oncken in Hamburg gegründet. Zu den Baptisten im Nordwesten Deutschlands gehören 2006 42 Gemeinden und 8 Zweiggemeinden mit insgesamt ca 6600 getauften Mitgliedern. Rechnet man die noch nicht getauften Familienangehörigen und Freunde hinzu, so muss diese Zahl in etwa verdoppelt werden. Damit hat sich die Zahl der nordwestdeutschen Baptistengemeinden in den 100 Jahren ihres Bestehens verdreifacht.
Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden ist die größte Freikirche. Freikirche deshalb, weil man nach dem Bekenntnis seines Glaubens auf Gott den Vater, Jesus Christus seinen Sohn und den Heiligen Geist durch die Taufe freiwillig Mitglied der Gemeinde vor Ort wird und die Kirche unabhängig vom Staat ist. So wird keine Kirchensteuer erhoben. Sämtliche Ausgaben werden aus freiwilligen Spenden der Mitglieder bestritten.
Verbindlicher Maßstab für alle Aktivitäten ist die Bibel, das von Gott inspirierte und von Menschen aufgeschriebene Wort. Entscheidend ist der persönliche, lebendige Glaube, der Auswirkungen im Alltag hat. Durch seinen Tod am Kreuz starb Jesus Christus stellvertretend für unsere Sünde und überwandt die Trennung zwischen Menschen und Gott. So ermöglichte Jesus Christus die Wie-deraufnahme einer Beziehung zu dem liebenden Gott, unserem Schöpfer der ganzen Welt. Nach seiner Auferstehung schickte Gott den Heiligen Geist, der die Menschen für die persönliche Reifung und den Dienst nach den geistlichen Gaben in der Gemeinde anleitet.
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